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Qigong im Rahmen der TCM

Gesundheit und Krankheit sind energetische Prozesse. Sowohl Qigong als auch TCM sind Sammelbegriffe, die lediglich zu einer vorläufigen Einordnung dienen. Der Begriff Qigong wurde in den 50er Jahren des 20. Jahrhunderts geprägt und umfasst eine Fülle von unterschiedlichen Übungsformen. Die Vielfalt in diesem Bereich bündelt sich allerdings in einer Gemeinsamkeit: Körper, Geist und Seele werden in ihrem Zusammenspiel gesehen und die Fähigkeit des Menschen, sich selbst gesund zu erhalten, ja seine Selbstheilungskräfte zu aktivieren, wird sehr hoch eingeschätzt.

Was manche westliche Mediziner und Hirnforscher derzeit besonders interessiert, nämlich die - jetzt auch experimentell nachzuweisende - verblüffende Verflochtenheit zwischen Körper, Geist und Seele ist seit Jahrtausenden Basis der chinesischen Medizin.

Allerdings beruht diese Medizin nicht auf wissenschaftlichen Experimenten und komplexen apparategestützten Messverfahren, sondern sie ist erwachsen aus einer Jahrtausende währenden empirischen Medizin, die auf Beobachtung und genaues praktisches Studium des Menschen setzt.

Aus dieser genauen Beobachtung von Mensch und Natur ist ein Erklärungsmodell für Gesundheit und Krankheit entstanden, das uns Wege der Prävention, Diagnose und Heilung aufzeigen kann.

Dabei muss uns in der westlichen Tradition aufgewachsenen Menschen immer klar sein, dass wir einer grundsätzlich anderen Kultur begegnen, was bedeutet, dass wir uns die Mühe machen müssen, wenigstens ansatzweise das System der chinesischen Medizin zu verstehen. Dazu gehört auch eine Auseinandersetzung mit der oft symbolischen Sprache, die reich an Metaphern und Bildern ist. Außerdem muss uns klar sein, dass ein in sich geschlossenes Gebäude der Traditionellen Chinesischen Medizin nicht existiert, sondern dass es auch hier verschiedene Schulen und Schwerpunktsetzungen gibt.

Die ganzheitliche Ausrichtung der chinesischen Medizin (die immer auch Philosophie ist) trifft heute auf eine erhöhte Aufnahmebereitschaft, gerade weil viele Menschen erkannt haben, dass die extreme Spezialisierung der westlichen Medizin und die komplizierte Apparatetechnik dem einzelnen Menschen in der Gesamtheit seiner Lebenswelt nicht immer gerecht werden.

Das heißt nicht, dass die ausgefeilten Diagnose und Therapiemöglichkeiten der westlichen Medizin nicht auch ihren Platz haben, aber es wird gerade auch in der neuesten medizinischen Forschung klar, dass zum Beispiel Zusammenhänge zwischen Körper und Geist bestehen, die bislang in der Diagnose und der Therapie zu wenig berücksichtigt wurden. Als Beispiel sei nur die Forschung im Bereich der Psychoneuroimmunologie (PNI) genannt (Harvard Medical School) oder die neuesten Ergebnisse der Hirnforschung (Prof. Joachim Bauer, Prof. Gerald Hüther, Prof. Manfred Spitzer): Entspannung auf der körperlichen Ebene und angenehm konnotierte Vorstellungsbilder wirken auf das körperliche Geschehen bis zur zellulären Ebene.

In der traditionellen chinesischen Medizin wird dieser Zusammenhang als solcher gar nicht problematisiert, sondern die Einheit von Körper, Geist und Seele verbunden mit der Einheit des Menschen mit der Natur und dem Kosmos ist tragende Basis aller weiteren Erkenntnisse und Überlegungen. Das bedeutet auch, dass nicht Analyse, Zergliederung und systematische Logik Methode der Erkenntnis sind, sondern dass in der Traditionellen Chinesischen Medizin und Philosophie der Prozess, die komplexen Wechselwirkungen und die Bewegung im Vordergrund stehen.

Gesundheit bedeutet aus der Sicht der TCM ein natürliches Gleichgewicht oder einen Gleichklang der Gegensätze: Yin und Yang sind dynamische Aspekte, zwischen ihnen pulsiert der ständige Wechsel des Lebens.

 

Qigong wird als Leistung von der GKV nicht erstattet! 

 

 

 

Qigong - Grundlagen

 

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Geschichte

In China wurden Massagetechniken bereits vor 3000 Jahren in der Volksmedizin verwendet. Aus dieser allgemeinen Massage - AnMo entwickelte sich bald die wesentlich komplexere, als TuiNa bekannte  Behandlungsform.

Schon zur Zeit des Gelben Kaisers wurde Tuina therapeutisch eingesetzt. Die ersten chinesischen Schriften, die Behandlungen von Krankheiten dokumentieren, stammen aus dem elften vorchristlichen Jahrhundert.

Ein berühmter Arzt der Han-Dynastie beschreibt erstmals die Methode Gao Mo, das Auftragen von Salben mit massierenden Manipulationen und der Arzt Hua Tuo war berühmt für seine Massagen bei fieberhaften Erkrankungen. In der Tang Dynastie gibt es im kaiserlichen Krankenhaus bereits Tuina-Doktoren und Meister der Massage. In Büchern dieser Zeit zählen Massagen neben Körper- und Atemübungen zu den gängigen Therapievorschreibungenen. In der Ming-Dynastie nimmt die Kindermassage eine eigenständige Entwicklung und der Begriff Tui Na ist seither in der TCM etabliert.

 Gelber Kaiser

Was ist Tuina

Tuina (oder Anmo) ist die Massagekunst der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) und ist  eine wissenschaftlich fundierte, ganzheitliche Therapieform, die versucht, das natürliche Gleichgewicht im Körper wiederherzustellen. Tuina wird zur Behandlung sowohl von orthopädischen Beschwerden als auch von verschiedenen  Erkrankungen der Inneren Medizin, der Neurologie oder der Gynäkologie eingesetzt.

"Tui" (Schieben), "Na" (Greifen), "An" (Drücken) und "Mo" (Streichen) sind vier von vielen verschiedenen Grifftechniken der Tuina-Therapie, die neben der Chinesischen Arzneimitteltherapie, Akupunktur, Diätetik und Qigong eine der fünf Therapiesäulen der Heilverfahren der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) ist. Als Bestandteil der TCM richtet sich eine Tuina-Massage nach den philosophischen Grundlagen von Yin und Yang und der 5-Elemente-Lehre. Auf Grund der Diagnose wird bei einer Tuina-Behandlung über die Stimulation von ausgewählten Meridianen und Akupunkturpunkten eine harmonisierende Wirkung auf den Körper ausgeübt.  Die manipulativen Gelenktechniken und weichen muskulären Behandlungstechniken haben einen äußerst positiven Einfluss auf Erkrankungen des Bewegungsapparates. Besondere Erfolge können vor allem bei Kopfschmerzen, Schlafstörungen, gynäkologischen Erkrankungen, Funktionsstörungen der Verdauung und Schmerzsyndromen aller Art erwartet werden. Im Sport wird diese Massage gerne vor und nach Wettkämpfen eingesetzt, um die Leistungsfähigkeit zu erhöhen, aber auch einfach als regenerierende Maßnahme bei Stress und nach Belastungen des Alltags ist Tuina hilfreich. Prophylaktisch eingesetzt hilft Tuina die Gesundheit zu bewahren und die Abwehrkräfte des Körpers zu stärken. Eine Tuina-Therapie ist in jedem Lebensalter anwendbar und einige Griffe können nach Anweisung auch vom Patienten selbst angewendet werden.

 
Das Beispiel einer Behandlung können Sie hier in einer Präsentation des in Österreich lebenden Dr. med. José Uy sehen.
 
 
 
Tuina wird als Leistung von der GKV nicht erstattet!
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